Huế … die ehemalige Kaiserstadt

Wir kamen gegen Abend nach einer knapp dreistündigen, etwas beengenden Busfahrt in Hue an. Leider hatten wir nur einen halben Tag um die Stadt zu erkunden, da wir am nächsten Tag gegen Nachmittag auch schon nach Hoi An aufbrechen würden. Unser Hotel, das Holiday Diamond Hotel war schön und die Angestellten sehr freundlich. Wir wurden mit Willkommensgetränken empfangen und es gab auch einen kleinen Obstteller. Besonders witzig fanden wir den Aufzug, in den nur eine Person reinpasste. Da ich etwas unter Platzangst leide, bin ich dann doch lieber gelaufen 😀

Unseren Abend verbrachten wir in der Nähe der Truong Tuen Bridge, hier befand sich auch ein kleiner Markt.

Sich durch die Märkte zu probieren ist auf jeden Fall eine Leidenschaft von mir. So gab es heute zum Beispiel Schnecken 🐌.

Am nächsten Morgen, nach einem Sättigenden Frühstück, ging es dann in die Stadt, den Kaiserpalast erkunden.

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Sapa … Vietnams Reisfelder

Die Zugfahrt

Als wir uns am Abend auf dem Weg zum Bahnhof von Hanoi machten, war ich schon richtig aufgeregt. Einen Nachtzug gefahren bin ich zuvor noch nie, habe mir das aber immer irgendwie sehr entspannt und ein bisschen romantisch vorgestellt. Den Sonnenuntergang beobachten und am nächsten Morgen eine ganz andere Landschaft erblicken, weit weg von dem Trubel der Großsstadt. So etwas wollte ich schon immer mal machen, seitdem ich Bill Brysons Erzählungen über seine Zugfahrt durch Australien gelesen hatte.

Die Realität sieht dann doch ein klein bisschen anders aus. Zu erst einmal geht die Sonne in diesem Land zu früh unter, es war schon dunkel als wir losgefahren sind. Zweitens ist so ein Zug gar nicht mal so leise. Es ruckelt und wackelt und rumpelt und gehupt wird auch vom feinsten. So richtig schlafen ist da gar nicht so einfach. Für Max waren die Betten auch einen Tick zu kurz, aber damit muss man als 2 Meter Mann in asiatischen Ländern wohl rechnen 😀 . Ein positiver Aspekt war, dass wir das Abteil für uns hatten, welches eigentlich für vier Personen gedacht ist, dadurch hatten wir etwas Privatsphäre und genug Platz für unser Gepäck. Als kleine Aufmerksamkeit gab es zwei Wasserflaschen und Kekse und es wurde Tee oder Kaffee am Morgen serviert. Die Zugfahrt mit einer Strecke von 350 km dauerte um die 8 Stunden, es wurden Pausen eingelegt, wahrscheinlich auch, damit wir nicht um 3 Uhr morgens Irgendwo im Nirgendwo (genauer Lao Cai) stehen und nicht vom Bahnhof wegkommen.

Zugfahrt nach Sapa
EIn 4-er Softberth Zugabteil

Natürlich gibt es auch deutlich unbequemere Reisearten um nach Sapa zu kommen. Der Zug bietet sogenannte „Holzklassen“ an, was wirklich bedeutet, dass man auf einer Holzbank sitzt. Das stelle ich mir doch sehr schrecklicher vor, wenn man versucht dort zu schlafen. Mit Kopfhörern und einem guten Hörbuch schlief ich dann doch relativ gut und kam halbwegs erholt in Lao Cai an. Von hier bringen einen die wartenden Taxifahrer dann nach Sapa, welches nochmal um die 30 km entfernt liegt. Der Weg dorthin war dann doch recht abenteuerlich, es geht immerzu eine sich windende, enge Landstraße nach oben und dauert etwa eine Stunde.  Man kann scheinbar auch mit einem Bus die gesamte Strecke von Hanoi bis Sapa fahren, die Straße wurde ausgebaut und über den Sapa-Hanoi Highway ist es möglich die Stadt in 5 Stunden zu erreichen. Ich fand jedoch, dass die Fahrt mit dem Zug eine Erfahrung wert sei.

Sapa liegt auf 1600 m Höhe, Vietnams höchster Berg befindet sich knapp 10 Kilometer von der Stadt entfernt. In dieser beeindruckenden Bergwelt leben viele ethnische Minderheiten in Bergdörfern. Aber der Tourismus hat hier großen Einzug erlebt, das ursprüngliche Sapa gibt es wohl so nicht mehr. Ich fand die beeindruckende Bergregion jedoch trotzdem sehr schön und es war ein wunderbarer Ausblick.

Cat Cat Village

Unser Hotel, das Cat Cat Garden Hotel, liegt etwas außerhalb Sapas, auf dem Weg in das Dorf Cat Cat. Das Zimmer war sehr groß und wir hatten eine tolle Aussicht, die Besitzerin des Hotels war sehr freundlich und hat uns bei unserer Ankunft direkt mit Getränken versorgt. Es war wirklich herrlich. Dem Cat Cat Village haben wir an unserem ersten Tag einen Besuch abgestattet. Das Dorf gehört zu einer der berühmtesten Touristenattraktionen in der Gegend und preist an, dass man sich hier die ursprünglichen Traditionen und Bekleidungen des Bergvolkes ansehen kann. Es ist jedoch hauptsächlich ein Dorf, angelegt für Touristen und man bezahlt hier sogar Eintritt. Wir fanden die Wanderung in dem Gebiet trotzdem landschaftlich sehr schön und haben uns weniger an den Verkäufern gestört, die hier überall ihre Ware anpreisen. Es gab Wasserfälle, Wege entlang eines Waldes und wir überquerten einen Fluss über eine klapprige Holzbrücke.

Sapa selbst ist wirklich voller Touristen. Wir schlenderten am Nachmittag durch die Stadt und begutachteten die Stände. Am schönsten war es um den See herum, welcher hier inmitten der Bergregion liegt und eine tolle Aussicht bietet. Etwas verstörend fand ich die Lautsprecher an jeder Ecke, aus denen in vietnamesischer Sprache irgendwelche Monologe gesprochen wurden. Was genau da erzählt wurde, weiß ich leider nicht.

Sapa
Der See inmitten der Stadt mit Blick über die Bergregion

Wir hatten an unseren zwei Tagen, die wir in Sapa verbrachten, unglaubliches Glück mit dem Wetter. Es war durchgehend warm, man hatte eine gute Sicht und es hat nur einmal nachts etwas geregnet. Hier kann es, vor allem im Winter, nähmlich durchaus kalt werden und auch mal schneien, daher lohnt es sich hier im Frühling und Sommer her zu kommen, oder noch besser im Herbst, wenn die Reisfelder geerntet werden.

Trekking Tour

Am zweiten Tag in Sapa haben wir dann an einer geführte Trekking Tour durch die Bergregion teilgenommen, es gab noch um die 8 andere Teilnehmer. Vor allem der Abstieg hinunter in das Tal ist gar nicht mal so leicht, wir sind über gewundene Pfade gelaufen und Max hätte es fast ein paar Mal hingelegt. Er wurde ab und an von einer älteren einheimischen Frau gestützt, welche den Weg in Gummischlappen und mit einem Gepäckkorb gelaufen ist. Wie sich später heraus stellte, hat sie das wohl nicht aus Nächstenliebe getan, sie belästigte uns leider die halbe Wandertour mit ihren Ketten und Tüchern, die sie uns verkaufen wollte.

Die Aussicht während des Weges war dagegen phänomenal. Erst die Berghänge während des Abstieges, auf denen auch ein paar Menschen arbeiteteten und sich um den Reisanbau kümmerten und auch das Tal mit seinem Fluss war wunderschön. Besonders sympatisch war unser Führere, der sogar etwas kleiner als ich war. Er läuft diese Strecke wohl fast jeden Tag, teilte er uns dann mit.

 

Vietnam – ein Überblick

Ach Vietnam, ich vermisse deine Reisfelder, den Wasserspinat und die atemberaubende Landschaft schon jetzt wieder.

Nur zwei Wochen hatten wir Zeit, uns dieses wundervolle Land anzusehen. Es war unser zweiter Asienurlaub nach Thailand und wir hatten uns ganz spontan dazu entschieden, nachdem wir günstige Direktflüge gefunden und gebucht hatten. Ich war, wie vor jedem Urlaub, richtig aufgeregt und in die Planung dieses Urlaubes, der mir eine Verschnaufpause von meiner Masterarbeit lieferte, vertieft. Vietnam – ein Überblick weiterlesen

Koh Phangan … unser Paradies

Tag 10 – 13

Juhu! Es ging endlich ans Meer! Nach vier wundervollen Tagen in Chiang Mai flogen wir am zehnten Tag unseres Thailandurlaubes nach Surat Thani, einer Stadt an der Ostküste. Von hier aus konnte man die Inseln des Golfs von Thailand per Boot bereisen, ein guter Startpunkt und deutlich günstiger als nach Koh Samui zu fliegen.

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Chiang Mai … die Rose des Nordens

Tag 6 – 10

Mit jedem Tag und jedem Reiseziel wurde unser 3-wöchiger Thailandurlaub besser (das änderte sich später leider noch). Wir starteten morgens von Sukhothai und mit dem Bus ging es in das 300 km entfernte Chiang Mai, welche mit ihren über 130.000 Einwohnern die größte Stadt der Nordregion Thailands darstellt und auch Rose des Nordens genannt wird. Passend, wie ich finde. Die Altstadt wird, wie Alt-Sukhothai, durch antike Stadtmauern und einem Wassergraben von den neueren Gebieten der Stadt abgegrenzt. Hier tummeln sich die meisten der 200 buddhistische Wats, es gibt einen Stadtpark und hier haben wir auch geschlafen. Das tolle an der Altstadt war, dass der Verkehr hier gedrosselt wurde, nicht jeder durfte hindurch fahren und die Zugänge wurden von der Polizei bewacht. Hierdurch war es sehr friedlich und still in dem Stadtkern (ich bin mir gerade jedoch nicht sicher, ob das nur am Wochenende gemacht wurde).

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Sukhothai … ein Ort voller Geschichte

Tag 4 – 6

Ach Sukhothai, du hast mich verzaubert. Unseren vierten Tag verbrachten wir hauptsächlich mit einer knapp 5-stündigen Busfahrt von Ayutthaya nach Sukhothai,  einer Provinzstadt mit 37.000 Einwohnern, welche weitere 370 km nördlich lag. Sukhothai teilt sich in Neu-Sukhothai (hier liegen Unterkünfte, es gibt Märkte und Verpflegungsmöglichkeiten sowie Bushaltestellen für die Weiterreise) und in Alt-Sukhothai. Alt-Sukhothai ist eine historische Stadt, welche im 13.Jahrhundert gegründet wurde und auch als „Historical Park Sukhothai“ bekannt ist, einer weitläufigen Tempelanlage, die von einem Flussgraben umgeben ist. Es war mal die Hauptstadt des Thai-Königreiches. Hinter den Mauern befinden sich noch weitere Flächen mit Wat-Anlagen, die sich am einfachsten mit einem Fahrrad erkunden lassen. Insgesamt kann man hier über 200 Tempelruinen bestaunen.

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