Thailand – Ein Überblick

Heute dreht sich mein Blogpost um das schöne Thailand. Mein Freund Max und ich haben im Oktober 2016 das Land für drei Wochen besucht und mit diesem Post möchte ich meine Erfahrungen mit euch teilen und euch eine kleine Übersicht der verschiedenen Stationen meiner Reise präsentieren.

Leider kann man in drei Wochen nicht so viel vom Land sehen, wie ich es gerne getan hätte, aber es reicht um erste Eindrücke des Landes, seiner Bevölkerung und seiner Kultur zu erlangen. Würde ich diese Route nochmal so wählen?

Mit kleinen Abweichungen vielleicht. Das liegt vor allem daran, dass mir der Norden und die Mitte des Landes sehr viel besser gefallen haben als der Süden. Einsame Strände und türkis-blaues Wasser sind zwar schön, aber der Norden hat einfach so viel mehr zu bieten. Die Bevölkerung ist netter, das Essen ist besser und es ist günstiger. Auch fand ich, dass Chiang Mai mehr Charme besitzt als das laute und überfüllte Bangkok und ich bereue, dass ich nicht noch mehr Teile des Nordens erkundet habe wie zum Beispiel Chiang Rai oder Pai. Auch würde ich mir wahrscheinlich einen Ausflug nach Ayutthaya sparen, nicht weil es nicht schön war, sondern weil Sukhothai einfach so viel mehr zu bieten hatte. Falls man wenig Zeit hat, lohnt sich ein Tagesausflug nach Ayutthaya von Bangkok aus, fährt man jedoch in den Norden, empfehle ich einen Tag in Sukhothai. Mietet euch ein Fahrrad und bestaunt die alten Tempelruinen des 13. Jahrhunderts in dem weitläufigen Geschichtspark.

Am meisten enttäuscht war ich von Koh Tao, was wohl vor allem daran lag, dass wir weder tauchen noch schnorcheln konnten, da Max sich auf der Bootsfahrt von Koh Phangan nach Koh Tao eine Mittelohrentzündung eingefangen hat. Dadurch fiel für ihn beides weg und alleine wollte ich auch keinen viertägigen Tauchkurs absolvieren. Zudem hatten wir am dritten Tag dann auch noch beide eine Magen-Darm Verstimmung. Diese gesundheitlichen Probleme haben uns die Insel wohl noch zusätzlich mies gemacht. Jedoch hat Koh Tao auch einfach ein Umweltverschmutzungsproblem, die Straßen waren zum Teil katastrophal und die Strände bzw. das Wasser waren oft voller Müll (ja, das ist in Asien oft der Fall, aber hier ist es mir besonders aufgefallen). Das trübt natürlich die Erfahrung. Von Koh Phangan hingegen war ich positiv überrascht, eine wunderschöne Insel, tolle Strände und es war vor allem sauber. Wir haben uns jedoch auch nicht in der Nähe der Full-Moon Partys aufgehalten, sondern waren im Nord-Osten der Insel. Zudem hatten wir ein wirklich tolles kleines Hotel, welches erst kürzlich eröffnet hatte, wodurch alles ganz neu und schön aussah.

Gerne hätte ich auch noch die Inseln in der Andamanensee gesehen wie Koh Phi Phi und Koh Lanta, welche man von Krabi aus erreicht. Aber vielleicht war das ja nicht mein letzter Besuch des schönen Thailands.

  • Die thailändische Währung nennt sich THB/Baht, 1€ sind 38,5 Baht (Stand: Januar 2018)

Unsere Reiseroute im Überblick:

erstellt mit Google Maps

Thailand Landkarte

  • Bangkok: 2 Nächte
    • Sukhumvit
    • Fahrt auf dem Chao Phraya
    • Grand Palace
    • Golden Mount/ Wat Saket
    • Khao San Road
  • Ayutthaya: 1 Nacht
    • Wat Phra Mahathat
    • Wat Radburana
  • Sukhothai: 1 Nacht
    • Sukhothai Historical Park
  • Chiang Mai: 4 Nächte
    • Saturday Night Market
    • Wat Chedi Luang
    • Buak Hat Public Park
    • Elephant Nature Park
    • Trekking: Doi Inthanon National Park
  • Koh Phangan: 3 Nächte
    • Thong Nai Pan Yai Beach
  • Koh Tao: 4 Nächte
    • Chalok Baan Kao Bay
    • Sai Nuan Beach
    • Sai Ri Beach
  • Koh Samui: 1 Nacht
  • Bangkok: 1 Nacht
    • Silom
    • Hotel Amara Bangkok
    • MBK Center

 

DO’s und DON’Ts in Thailand

DO’s

  • Einen Roller mieten. Es gibt nichts schöneres als der Straße zu folgen und einfach dort stehen zu bleiben wo es dir gerade gefällt. So kann man ganz leicht und entspannt die Inseln erkunden und ist weder an die eigene Kondition noch an feste Zeitpunkte gebunden. Wir haben es im Nachhinein so bereut es nicht getan zu haben und dafür diesen Ratschlag in Vietnam direkt umgesetzt.
  • Ganz viel essen. Ob auf Nachtmärkten oder an verschiedenen Imbisswagen. Mit nichts verbindet man Thailand wohl mehr als mit Streetfood. Ich habe gelesen, dass dem in Bangkok ein Ende gesetzt werden sollte, was jammerschade wäre. Es gibt nichts besseres als sich nach einem langen Tag den Bauch mit verschiedenen, exotischen Köstlichkeiten voll zuschlagen. Und ja, Maden und Heuschrecken gehörten bei uns auch dazu.
  • Schnorcheln und/oder Tauchen. Auch wenn wir das leider nicht konnte, haben wir nur positives davon gehört. Thailand besitzt eine sehr schöne Unterwasserwelt. Bei Tauchkursen wäre ich jedoch im Nachhinein vorsichtig, wenn ihr nicht schon etwas Taucherfahrung gemacht habt. So zerstören wohl viele ungeübte Taucher mit ihren Flossen die Korallen und nicht immer sind die Tauchausbildungen so seriös wie sie scheinen. Denn leider ist ein Zitat sehr wahr und als Reisender sollte man sich das immer wieder vor Augen führen:

Der Tourist zerstört, was er sucht, indem er es findet.
– Hans Magnus Enzensberger

  • Wilde Tiere sehen. Ob Affen, Wasserbüffel oder Elefanten, es ist immer wieder ein Erlebnis ein Tier in seiner natürlichen Umgebung zu sehen.
  • Freundlich sein. Thailänder sind freundliche Menschen und genau das sollte man ihnen auch zurückgeben.

DON’Ts

  • Auf Elefanten reiten. Die Tiere sehen zu wollen ist eine Sache aber man sollte nie die Ausbeutung von wilden Tieren unterstützen. Es gibt so viel schönere und für die Tiere angenehmere Möglichkeiten die Riesen zu bestaunen. Besucht Sanctuarys, Zufluchtsorte für verletzte und kranke Elefanten, in denen ihnen geholfen wird. Wir besuchten zum Beispiel in Chiang Mai ein Elephant Sanctuary, den Elephant Nature Park. Zwar war dieser schon sehr touristisch und da Touren zu diesem Park täglich angeboten werden, folgen die Elefanten einem gewissen Muster/ Training. Es ist trotzdem um Welten besser als Reittouren zu buchen oder angekettet Elefanten zu bestaunen.
  • Zu aufreizend rumlaufen. Man sollte sich immer den Orten entsprechend kleiden, die man besucht. Wenn man religiöse Tempelanlagen besichtigt, dann sollte man die Schultern und Oberschenkel bedecken. Ich habe immer ein Tuch oder ein T-Shirt zum überziehen dabei gehabt. Das ist einfach Anstand finde ich. Auch muss man ja nicht unbedingt mit String Bikiniunterteil baden gehen. Man ist Gast in diesem Land und sollte sich auch wie einer benehmen.
  • Alles zu ernst nehmen. Der Strom fällt mal aus? Es gibt kein Internet (sehr unwahrscheinlich in Thailand aber kann ja mal vorkommen)? Der Bus ist nicht pünktlich? Du hast 100 Baht zu viel bezahlt? Das ist Asien! Trennt euch auch ab und an von der westlichen Erwartungshaltung. Ich habe Säfte mit Eiswürfeln aus Leitungswasser getrunken, Streetfood gegessen, wurde wahrscheinlich das ein oder andere Mal preislich etwas übers Ohr gehauen (was auch meinem mangelnden Verhandlungsgeschick geschuldet ist), habe in mehr oder minder sauberen Unterkünften geschlafen und das alles überlebt. Thailand ist touristisch schon sehr gut vernetzt und sehr viel moderner als manch andere asiatische Länder.
  • Den Norden des Landes auslassen. Wie oben schon beschrieben, da verpasst ihr was!

 

Unsere Ausgaben: Wir haben für den Flug 520€ bezahlt, in den drei Wochen (19 Tage) in Thailand haben wir 700€ pro Person ausgegeben (um die 37€ pro Tag). Natürlich kann man auch sparsamer leben, indem man in günstigeren Unterkünften lebt, langsamer reist und nicht fliegt, günstigere Busse bucht usw. 🙂

  • wir sind 2 Mal per Inlandsflug gereist: Chiang Mai – Surat Thani; Surat Thani – Bangkok: 150€ pro Person
  • wir sind 3 Mal mit dem Bus gefahren: Bangkok – Ayutthaya; Ayutthaya – Sukhothai; Sukhothai – Chiang Mai: 35-40€ pro Person
  • wir sind 4 Mal mit dem Boot gefahren: Surat Thani – Koh Phangan; Koh Phangan – Koh Tao; Koh Tao – Koh Samui; Koh Samui – Surat Thani: 80€ pro Person
  • wir haben 2 geführte Touren gebucht: Elephant Nature Park & Poohs Eco Trekking Tour: 100€ pro Person
  • Unterkünfte: um die 250 € pro Person
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