Sukhothai … ein Ort voller Geschichte

Tag 4 – 6

Ach Sukhothai, du hast mich verzaubert. Unseren vierten Tag verbrachten wir hauptsächlich mit einer knapp 5-stündigen Busfahrt von Ayutthaya nach Sukhothai,  einer Provinzstadt mit 37.000 Einwohnern, welche weitere 370 km nördlich lag. Sukhothai teilt sich in Neu-Sukhothai (hier liegen Unterkünfte, es gibt Märkte und Verpflegungsmöglichkeiten sowie Bushaltestellen für die Weiterreise) und in Alt-Sukhothai. Alt-Sukhothai ist eine historische Stadt, welche im 13.Jahrhundert gegründet wurde und auch als „Historical Park Sukhothai“ bekannt ist, einer weitläufigen Tempelanlage, die von einem Flussgraben umgeben ist. Es war mal die Hauptstadt des Thai-Königreiches. Hinter den Mauern befinden sich noch weitere Flächen mit Wat-Anlagen, die sich am einfachsten mit einem Fahrrad erkunden lassen. Insgesamt kann man hier über 200 Tempelruinen bestaunen.

Wir hatten auch erst mal das Gefühl, so richtig in der Pampa angekommen zu sein. Für uns durchaus etwas positives, es hat mir richtig gut gefallen von mehr Natur umgeben zu sein. Leider heißt das auch mehr Mücken! Das Einsprühen mit Insektenspray gehörte sowieso schon zur täglichen Routine (besonders angenehm wenn dann noch eine Schicht Sonnencreme drüber geschmiert wird und dieser Vorgang alle 4-5 Stunden wiederholt werden muss, Yummi!).Was ich jedoch nicht bedacht hatte war meine Beine einzusprühen, auch wenn ich eine lange Hose getragen habe. Die fiesen Fiecher haben einfach durchgestochen!

Sukhothai
Juhu, Natur!

Übernachtet haben wir in dem „EZ-House Sukhothai“. Das Zimmer war schon etwas luxuriöser als unsere vorherigen Unterkünfte und hat uns beiden sehr gut gefallen. Bezahlt haben wir um die 12€ pro Nacht, hier herrschte ein sehr gutes Preis-Leistungsverhältnis. Auch das Frühstück war sehr lecker und wir würden diese Unterkunft auf jeden Fall weiter empfehlen. Sowohl der Nachtmarkt wie auch ein 7/11 waren direkt in der Nähe und der Bus, welcher einen nach Alt-Sukhothai bringt, hat gegenüber gehalten. Und wie fast immer in Thailand, sehr freundliche Besitzer 🙂 Das Bad war zudem sehr modern, mit Dusche. Das findet man ja nicht immer in Thailand bzw. Asien, wo oft der Raum als Dusche dient und diese nicht extra abgetrennt ist.

Gleich am nächsten Morgen unseres fünften Tages ging es dann gestärkt nach Alt-Sukhothai. Wir haben uns Fahrräder geliehen (meins war quietschrosa, Max war etwas „tiefergelegt“ 😀 ) und sowohl die Anlage innerhalb der Mauern besichtigt wie auch die Gebiete außerhalb. Beeindruckend ist das Denkmal für König Ramkhamhaeng, welche sich im Zentrum des Parks befindet. Wat Traphang Ngoen, das Kloster im künstlich angelegten Silbersee bietet eine gute Möglichkeit um sich auszuruhen und den Blick schweifen zu lassen und am Wat Traphang Thong, dem Kloster im Goldsee lässt sich der Fußabdruck Buddhas bestaunen. Gut gefallen hat uns auch das im Westen außerhalb der Stadtmauern gelegene Wat Saphan Hin, das Steinbrücken-Kloster, welches auf einem Hügel steht und einen Blick über den Geschichtspark bietet sowie Wat Chang Rop, ein kleiner Tempel in dessen Sockelnieschen 24 Elefantenköpfe herausragen.

Das schönste ist jedoch einfach die Fahrt mit dem Rad an sich durch die Anlage, vorbei an verschiedenen Tempelruinen. Es war einfach ein rundum perfekter Tag mit wunderbaren Eindrücken und einem  Sonnenuntergang innerhalb der Stadtmauern.

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Abgeschlossen haben wir diesen Tag mit einem Besuch des Nightmarket, welcher jedoch irgendwie nicht ganz so überzeugend war wie der in Ayutthaya, aber etwas zu Essen findet man natürlich immer! 🙂 Am nächsten Tag ging es dann auch direkt weiter mit dem Bus nach Chiang Mai, einer wunderbaren Stadt!

Gut zu wissen: ein paar Tipps sowie die Kosten, die einen in Sukhothai erwarten

  • wann immer wir mit einem Bus in Thailand gereist sind, haben wir uns für die luxuriösere Variante „für Touristen“ entschieden, hauptsächlich damit Max auch genügend Beinfreiheit hat. Ich würde das immer wieder empfehlen, wenn man nicht die totale Sparvariante beim Urlaub fahren möchte, gerade für längere Strecken lohnt es sich! Es gibt sowohl Snacks und Wasser um sonst, wie auch eine Klimaanlage. Unfreiwillig einen etwas zu laut eingestellten Film schauen muss man leider trotzdem oft 😀
  • Ruhig auch ein drittes Mal bei der Essenssuche nachfragen, um was es sich jetzt eigentlich genau handelt, sonst isst man, wie ich, einen Shake aus rohem Eiweiß, Igitt!
  • Übernachtung pro Nacht: 12€
  • Eintritt in die Anlage: 100 Baht
  • Fahrradverleih: 1€ pro Rad
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