Koh Phangan … unser Paradies

Tag 10 – 13

Juhu! Es ging endlich ans Meer! Nach vier wundervollen Tagen in Chiang Mai flogen wir am zehnten Tag unseres Thailandurlaubes nach Surat Thani, einer Stadt an der Ostküste. Von hier aus konnte man die Inseln des Golfs von Thailand per Boot bereisen, ein guter Startpunkt und deutlich günstiger als nach Koh Samui zu fliegen.

Der Flughafen von Chiang Mai ist beschaulich und zu unserer großen Überraschung sind die Sitzplätze der Air Asia durchaus geräumig. Max hatte schon bedenken, dass er sich hier knappe 2 Stunden reinquetschen müsste. Angekommen in Surat Thani buchten wir am Flughafen ein Bus-Boot Kombiticket nach Koh Phangan, unserer ersten Insel. Die Möglichkeit, sich ein Kombiticket zu kaufen, ist angenehm und stressfrei, daher sehr zu empfehlen. Außerdem sind die Preise nur minimal teurer als das Bootticket einzeln zu kaufen, man hat aber keinen Stress mehr sich ein Transportmittel an den Hafen zu besorgen. Am Hafen von Donsak angekommen, war die Aussicht schon hier traumhaft und es roch schon so schön nach Meer.

Surath Thani
Surat Thani – Aussicht beim warten auf das Boot

Hier mussten wir nach der einstündigen Busfahrt erst mal eine weitere Stunde auf unser Boot warten. Es fuhr leider nur noch die langsamere Variante, der Raja Ferry Port. Es ist ein größeres Schiff, auf dem auch Autos transportiert werden können und hat gute 3 Stunden nach Koh Phangan gebraucht. Dadurch kamen wir leider erst gegen 20:30 an. Da der Hafen an der Westküste liegt, unser Hotel aber an der Nord-Ostküste, mussten wir erstmal ein Taxi/Songthaew (eine Art Sammeltaxi) auftreiben. Die Preise waren hoch, aber wir hatten keine Lust in der Dunkelheit noch länger zu suchen und schlossen uns mit noch 5 weiteren Passagieren zusammen, zwei davon wollten lustigerweise in genau das gleiche Hotel wie wir (was bemerkenswert ist, die Anlage hat nur 8 Bungalos). Die Fahrt war lang, wir mussten ja einmal quer durch die Insel.

Dabei ist Koh Phangan gar nicht mal so groß. Mit seinen 125 km² und um die 8000 Einwohnern ist die Insel doch nochmal ein ganzes Stück kleiner als Koh Samui, welche eine Fläche von 233 km² hat und ganzen 46.000 Einwohner. Totzdem ist sie die zweitgrößte Insel im Golf von Thailand. Koh Phangan ist sehr hügelig, was man bei unserer Fahrt auch schnell zu spüren bekommen hat, und im Inneren von Urwald bedeckt. So wollte eine Mitfahrerin eigentlich zum etwas nördlicher gelegenen Bottle Beach, den erreicht man jedoch nur mit einem Geländewagen und unser Taxi konnte nicht dort lang. Sie musste wohl oder übel mit uns kommen und sich für ihre erste Nacht eine andere Unterkunft suchen.

Endlich angekommen, waren wir überglücklich. Unser Hotel, das Limelight Village,  war ein Traum. Es war sehr neu (wir waren zum „soft opening“ da, vor der richtigen Eröffnung des Hotels) und die großen Zimmer mit Glasfront, modernem Bad und einer zusätzlichen Außendusche ließen keinen Wunsch offen. Es gab sogar einen Salzwasserpool mit direktem Meerblick und der dahinterliegende Strand Thong Nai Pan Yai war wenig frequentiert. Das Frühstück war inklusive, es gab Tee, Saft, Obst und je nach Wahl Pfannkuchen oder Toast mit Ei.

Die Bucht war einfach ein absoluter Traum. Es war alles sauber und ruhig, keine Partys oder grölende Touristen, die man am Haad Rin Strand im Süden der Insel bei der weltbekannten Full Moon Party vorfindet. Es war unser kleines Paradies. Im Nachhinein bereue ich es immer noch so sehr, dass wir hier nur 3 Nächte waren, hier hätte man auch länger bleiben können!

Aber ich, das erste Mal am Strand in Thailand, habe mich am ersten Tag erst mal richtig schön verbrannt 😀 Also, das Eincremen nicht vergessen, wenn ihr die restlichen Tage nicht als Krebs rumlaufen wollt.

An unserem zweiten Tag haben wir uns dann aufgemacht und die Gegend erkundet (zu Fuß, ich weiß 😀 ). Der Spaziergang wurde schnell relativ anstrengend, da es immer nur bergauf ging, aber er bescherte uns nicht nur eine grandiose Aussicht über die Bucht sondern, zu meinem großen Vergnügen, begegneten wir zwei Hundewelpen in einer Bar. Die waren soooo süß!. Die 2See Bar war komischerweise total verlassen, vielleicht weil wir in der Nebensaison hier waren, ich weiß es nicht. Später habe ich dann gelesen, dass die Öffnungszeiten wohl stark variieren und finde es sehr schade, dass wir nicht nochmal später am Abend hin gelaufen sind, die Aussicht ist phänomenal. Wir entspannten uns hier ein bisschen und waren sehr froh, genügend eigenes Trinken mitgenommen zu haben.

Nach diesem Ausflug und einem gediegenen Mittagessen ging es dann auch wieder direkt an den Strand, wir wollten einfach mal etwas faulenzen. Auch fanden wir, dass wir bisher genug besichtigt hatten, um auch einfach mal zwei Tage lang nichts zu tun, denn wozu ist Urlaub sonst da! Am dritten Tag mieten wir uns, zusammen mit dem anderen Pärchen, dass im gleichen Hotel übernachtete, je ein Kajak und paddelten zum benachbartem Strand, dem Thong Nai Pan Noi. Der hat uns dann mal gar nicht so gut gefallen. Hier war viel mehr los, was wahrscheinlich an den umliegenden, hochpreisigen Resortanlagen lag, die sich hier verteilten. Wir kauften uns etwas zu essen und vor allem, eine Kokosnuss. Die durfte bei mir sowieso nie fehlen, ich habe während meines ganzen Urlaubs wahrscheinlich nur an zwei Tagen kein Kokosnusswasser getrunken und hier bereue ich es, es nicht getan zu haben! Es gibt einfach nichts besseres, als eine frisch aufgeschlagene, gekühlte (wichtig!) Kokosnuss zu trinken. Leider schmeckt das Kokosnusswasser, welches man in Deutschland kaufen kann, nicht mal ansatzweise so gut, es ist regelrecht widerlich! Sehr schade, so muss ich immer auf unseren nächsten Asienurlaub warten, bis ich mich wieder von Kokosnüssen ernähren kann. Eine Schande wenn ihr mich fragt!

Also paddelten wir wieder zurück zu unserem ruhigeren Strand. Die Paddelei war gar nicht mal so einfach, wie sich herausstellte. Oder Max und ich stellten uns einfach besonders dumm an, das kann auch gut sein 😀 . Wir drehten uns oft im Kreis oder fuhren gar nicht erst in die Richtung, die wir eigentlich anvisiert hatten. Ab und an kamen wir auch einem Felsen beunruhigend nahe. Was ein Spaß 🙂 !

So ging dann auch unsere Zeit auf der wunderbaren Insel zu ende und wie gesagt ich bereue es noch immer, nicht einfach dort geblieben zu sein. Denn was dann auf Koh Tao folgte, war einfach eine Verkettung unglücklicher Umstände.

Gut zu wissen:

  • Fahrt mit dem Bus-Fährenkombiticket der Raja Ferry: um die 500 Baht
  • Limelight Village, 3 Nächte: um die 90 Euro bzw. 30€ pro Nacht (leider ist der Preis laut Tripadvisor jetzt deutlich angestiegen)
  • Taxi zum Hotel: 8-10€ pro Person (viel zu teuer!)
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