Koh Tao … unsere Pech-Insel

Tag 13 – 17

Ach Koh Tao. Mir fällt es wirklich schwer etwas positives zu schreiben. Das muss nicht unbedingt die Schuld der Insel sein, sondern hat wahrscheinlich einfach viel mit ungünstigen Umständen zu tun. Aber von Beginn an.Wir verließen schweren Herzens Koh Phangan, unser kleines Paradies, und wurden von der Besitzerin unserer Unterkunft an den Hafen gefahren. Hier mussten wir leider etwas warten, bevor es mit dem Speedboot nach Koh Tao ging. Von der 21 km² großen Insel, welche nur von 5000 Menschen bewohnt wurde, hatte ich schon viele positive Sachen gehört. Sie ist bekannt als Schnorchel- und Taucherparadies Thailands, es gibt an jeder Ecke kostengünstige, mehrtägige Tauchkurse und durch ihre geringe Größe ist das meiste zudem zu Fuß ablaufbar (spazieren gehen ist ja meine Lieblingsbeschäftigung 🙂 ). Ich weigerte mich während unseres Thailandurlaubes einen Roller zu mieten, da wir keinen Führerschein dabei hatten. Ja, ich weiß, das war etwas dumm von mir, in Vietnam waren wir oft mit dem Roller unterwegs und ich bereue es im Nachhinein sehr das nicht auch schon in Thailand getan zu haben. Aber zu spät 😀

Wir hatten uns (ein großer Fehler, wie sich bald raus stellte) auf das Deck des Bootes gesetzt, welches weder sonnen- noch windgeschützt war. Dies führte dazu, dass sich Max eine Mittelohrentzündung einfing. An unserem ersten Tag in Koh Tao, na toll! So fiel für ihn sowohl schnorcheln wie natürlich auch tauchen flach, er ist dann gar nicht ins Meer gegangen. Ich wollte auch keinen Tauchkurs alleine machen und Max dann zurück lassen, also sagten wir uns, was solls, dann erkunde wir die Insel. Das zweite, was unsere Stimmung etwas trübte, war das Hotel, „Woodlawn Villas“ . Dafür hatten wir auch noch 25€ pro Nacht bezahlt, ohne Frühstück! Es war einfach irgendwie grauenvoll. Zum Teil ist das meine Schuld, ich hatte mich einfach nicht genug reingelesen. Es war zu weit außerhalb gelegen, man lief relativ lange zum nächsten Strand. Unser kostenloses „Upgrade“ , dass wir erhielten führte nur dazu, dass wir eine sehr alte „Suit“ mit Wohn- und Schlafzimmer bekamen, in der die Klospülung nicht funktionierte, das Sofa unglaublich durchgelegen war und man konnte die Tür nur schwer verschließen bzw. die Eingangstür war eine gläserne Balkontür. Was ich sehr lustig fand, wir hatten in der ersten Nacht einen recht großen Gecko im Zimmer. So etwas freut mich immer, auch wenn wir ihn leider verscheuchen mussten. Am nächsten Tag bezogen wir dann ein „normales“ Zimmer, was deutlich moderner und angenehmer war. Aber: ganz viele Flecken auf der Bettwäsche, Igitt! Wir legten uns Handtücher zum Schlafen unter.

Darauf folgte, dass wir uns am ersten Abend an einem Imbissstand den Magen verdarben und darauf den ganzen nächsten Tag nur im Bett verbrachten.

Ein paar schöne Flecken gibt es auch in Koh Tao, man muss nur länger suchen. Wir erreichten ein paar einsame Strände an der Westküste, erkundeten den Sai Nuan Beach 1 &2 und den Chalok Baan Kao Bay, welcher der nächstgelegene Strandbereich von unserem Hotel aus war (der war aber nicht so schön). Wir spazierten einmal entlang der Westküste bis zum Dusit Bunch Resort und besichtigten den Hafen, den Sairee Beach und den Taa Then Bay. Wahrscheinlich sind die Strände an der Ostküste schöner, aber wir mieteten uns ja wegen mir keinen Roller. Ein weiterer negativer Punkt ist aber die Verschmutzung. Nirgends sonst ist sie mir so stark aufgefallen, im Wasser schwamm Plastik, am Strand lag Plastikmüll und die Straßengräben waren auch voll davon. Ich weiß, dass das ein generelles Problem in vielen asiatischen Ländern ist, aber hier ist es uns irgendwie nochmal mehr ins Auge gestochen. Oder wir hatten eh schon schlechte Laune und es dadurch verstärkt wahr genommen, das kann auch sein.

An dem Tag, an dem wir Koh Naang Yuan besichtigen wollten, welche bekannt für seinen tollen Lookoutpoint ist und auf jeder Koh Tao Fotoreihe vertreten ist, hat es dann geregnet. Also wir hatten wohl wirklich nur Pech, denn das war der einzige Tag in unserem Urlaub wo es tagsüber andauernd wieder geschüttet hat und zudem ging der Wind recht stark. Max hatte immer noch Probleme mit seinen Ohren, also haben wir kein Boot gemietet und uns die Insel von dem Dusit Buncha Resort aus angesehen (wenn es dann mal nicht regnete). Hierfür wurde sogar Eintritt verlangt.

Koh Naang Yuan
Der leider nicht so berauschende Blick auf Koh Naang Yuan

Nach vier Nächten auf Koh Tao ging es dann mit dem Boot nach Koh Samui, auf der wir nur eine Nacht verbrachten um dann von Surat Thani aus zurück nach Bangkok zu fliegen.

Gut zu wissen:

  • Koh Tao ist ein Paradies für Taucher und Schnorchler, aber irgendwie auch nur für die.
  • Unterschätzt nicht den Wind auf dem Deck eines Speedboots!
  • Eine Magenverstimmung trifft wohl jeden mal auf seiner Asienreise. Füllt die Reiseapotheke mit Gemüsebrühwürfeln und Durchfalltabletten (nur im Notfall unterwegs nehmen, lieber alles raus lassen).
  • Es gibt zudem einen Zeitungsartikel der von mysteriösen Morden bzw Todesfällen auf der Insel berichtet, bei denen die Polizei wohl auch keine Anstalten macht weiter zu ermitteln. Alleine wäre ich abends auch nicht unterwegs gewesen!
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